02.08.2019 12:00 Uhr
Ultimate Team im Wandel

Langfristigere Ziele und neue Modi

von Niklas Aßfalg

Specials FIFA 20 FIFA Ultimate Team
Foto: EA Sports
Foto: EA Sports
Im Zuge der Serie von Ankündigungen veröffentlichte EA Sports nun die Pitch Notes zum FUT-Modus im neuen FIFA 20. 

FIFA Ultimate Team gehört bei der weltweiten Anhängerschaft zu den beliebtesten Modi und ist für EA dank der möglichen In-Game-Käufe auch finanziell von äußerster Relevanz. Folgerichtig verpasste der Entwickler dem FUT-Modus für das neue FIFA 20 auch einen neuen Anstrich. Im Vordergrund stand dabei vor allem das Belohnungssystem, das schon in der Vergangenheit mit Daily und Weekly Objectives operierte – Zielvorgaben, über deren Erfüllung innerhalb eines gewissen Zeitrahmens die Spieler sich Erfahrungspunkte und Belohnungen verdienen können. In FIFA 20 sind nun auch "Season Objectives" zu meistern. 

Hierbei werden die Spieler vor langfristigere Herausforderungen gestellt, eine Saison wird voraussichtlich etwa einen Monat dauern. Die erste Season startet zum Release (27. September) und endet laut EA Ende Oktober. Mit zunehmenden Erfahrungspunkten steigert sich auch das individuelle Level während der Saison – bis auf maximal 30. Außerdem werden "Dynamic Objectives" die Fans losgelöst vom zeitlichen Muster gehörig auf Trab halten. Die "Foundation Objectives" sind als kleine Tutorials für Einsteiger gedacht, "Milestones Objectives" können in individueller Geschwindigkeit abgearbeitet werden.

FUT Friendlies lässt Raum für Experimente

In FIFA Ultimate Team steht die Rivalität im Vordergrund, die Partien und Turniere werden kompetitiv geführt. Mit "FUT Friendlies" etabliert EA einen Modus, auf der sich Freunde lokal oder online miteinander messen können, ohne verheerende Folgen für ihre Statistiken fürchten zu müssen. Ohne Angst vor Verletzungen, Sperren oder dem Einfluss auf die Fitness lässt sich entspannt experimentieren. In FUT Friendlies steht es den Spielern auch offen, nach dem klassischen Regelwerk oder den "House Rules" gegeneinander anzutreten. Neben den bereits aus FIFA 19 bekannten, hat EA vier neue Hausregeln kreiert. 

In "Max Chemistry" werden die Einschränkungen der Mannschaftszusammenstellung außer Kraft gesetzt. Unabhängig von Position und Kombination werden sowohl die einzelnen Profis als auch das gesamte Team eine Chemie von 100 aufweisen. "Mystery Ball" sorgt für mehr Unberechenbarkeit im Spiel: Mithilfe von Power-Ups erhalten die Spieler Boni wie höhere Geschwindigkeit, unschlagbare Dribbling-Skills oder einen nahezu unhaltbaren Abschluss. In "King of the Hill" muss der eigene Ballbesitz in gewissen Zonen gehalten werden, um diese zu erobern. Eroberte Zonen erhöhen den Wert der erzielten Tore. Und mit "Swaps" wechseln drei Spieler vor dem Anpfiff zufällig die Seiten. 

Bessere Möglichkeit zur Individualität

EA hat sich des Weiteren die Individualisierung auf die Fahne geschrieben: Mit neu designten Trikots, Stadien, Bällen und Jubeln können die Spieler ihre Mannschaften nach eigenen Wünschen gestalten und personalisieren. Besonders die Verzierung der Arenen wird von den Entwicklern angepriesen, eine Palette an verschiedenen Themen soll die Spielstätten in einzigartigen Aufmachungen präsentieren. Kritikfähigkeit bewies EA beim Design des Squad Screens, auf dem das Team verwaltet wird. Kader und Transfermarkt sollen im neuen Ableger schneller zu erreichen sein, der verstärkte Einsatz von Positionsfiltern trägt zur besseren Übersichtlichkeit bei.

Vom Squad Screen zu den Squad Battles: EA nahm einige Verbesserungen des Interfaces vor, die den Fokus sofort auf die wichtigsten Details des gegnerischen Teams lenken sollen. Neben der Ansicht wurden auch fundamentale Abläufe angepasst. So kann in Zukunft zeitunabhängig stets viermal aktualisiert werden, solange dadurch die maximale Anzahl von zehn Aktualisierungen nicht überschritten wird. Außerdem werden sich die Spieler mit dem Team der Woche messen können – und das sogar mehrmals, um das Ergebnis und die Punkteausbeute sukzessive nachzubessern. 

Neues Sextett ergänzt die Ikonen

Der technische Fortschritt und die steigende Vielfalt der Modi sind schön und gut. Letztlich stehen bei FUT aber besonders die Spieler im Mittelpunkt. In FIFA 20 werden gleich sechs neue Ikonen zu steuern sein: Obwohl Zinédine Zidane, Didier Drogba, Andrea Pirlo, Ronald Koeman, Ian Wright und Carlos Alberto ihre aktiven Karrieren beendet haben (manch einer bereits vor Jahrzehnten), können die Fans die früheren Weltklasse-Spieler bald auf dem virtuellen Rasen wieder aufleben lassen. Das Sextett befindet sich dabei in guter Gesellschaft, auch Legenden wie Johan Cruyff, Pelé, Diego Maradona oder Lothar Matthäus tummeln sich unter den Ikonen.