08.02.2019 10:41 Uhr
TAKTIK-GUIDE

Die verschiedenen Taktikoptionen in der Defensive

von Christian Bellinger

Specials
Im zweiten Teil des BFV-Taktik-Guide stellen wir Euch die verschiedenen Taktikoptionen in der Defensive vor.

Waren die Einstellungen im taktischen Bereich in den vergangenen FIFA-Teilen noch von minderer Bedeutung, hat EA Sports den Spieß durch ein neues Feature umgedreht. Nie waren individuelle Taktiken wichtiger! Durch die richtigen Einstellungen für den eigenen Spielstil kann das eigene Gameplay noch einmal deutlich verbessert werden.

Der Defensivstil bestimmt, wie die eigenen Spieler bei Ballbesitz des Gegners agieren. Um den Kontrahenten möglichst tief zu pressen, bietet sich die Option Ständiger Druck an. Zwar zwingt der Spieler seinen Gegner dadurch zu Fehlern, weil er kaum Zeit hat, um seine Aktionen kontrolliert auszuführen, allerdings hat die Option auch ihre Schattenseiten: Die verteidigende Mannschaft ist nicht optimal abgesichert, oft sind lange Bälle ein probates Mittel gegen eine aggressive Verteidigungslinie. Außerdem ermüden die Spieler deutlich schneller als bei den anderen Taktikeinstellungen.

Um bei Ballverlusten schnell ins Gegenpressing zu kommen, empfiehlt sich die Option Pressing nach Ballverlust. Die verteidigenden Spieler erhöhen den Druck auf den ballführenden Spieler dabei über sieben Sekunden. Allerdings gilt auch hier: Die verteidigende Mannschaft ist nicht optimal abgesichert, es bieten sich Lücken und Freiräume, die vom Gegner ausgenutzt werden können. Etwas defensiver ist die Herangehensweise bei der Option Druck nach Fehlern. Erst bei Fehlern oder Risikopässen des Gegners reagiert die Verteidigung mit aktivem Anlaufen. Die Abwehr agiert also deutlich abwartender, lässt sich bei sauberen Pässen aber womöglich auch hinten reindrängen.

Die defensivste Einstellung ist Zurückfallen lassen, bei der die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass der Gegner das Spiel macht. Vor allem gegen stärkere Kontrahenten bietet sich die Option aber an, um viele Gegentore zu verhindern. Da selbst die Stürmer passiv agieren und nicht wirklich an einer Balleroberung interessiert sind, sondern den Gegner nur möglichst weit vom eigenen Tor fernhalten wollen, sind schnelle Gegenstöße mit dieser Taktik kaum möglich. Einen guten Mix aus allem stellt die Taktikoption Ausgeglichen dar. Allerdings entscheidet die KI dann, ob die verteidigende Mannschaft in dieser Situation mit mehr oder weniger Druck auf den angreifenden Spieler zugeht.

Bei der Breite der Verteidigung geht es darum, wie eng die Spieler beieinanderstehen. Eine minimale Breite (ein Balken) bedeutet, dass die Mannschaft sehr eng beieinandersteht und somit Angriffe über die Mitte deutlich schwerer zu gestalten sind. Im Gegenzug könnte der Gegner aber die Freiräume auf den Außen nutzen. Das komplette Gegenteil ist die maximale Breite (zehn Balken), bei der zwar die Außenbahnen gesichert sind, aber im Zentrum entsprechende Freiräume entstehen. Zu empfehlen ist deshalb eine ausgewogene Breite in der Verteidigung, um nicht zu viele Räume anzubieten.

Die Tiefe der Verteidigung entscheidet darüber, wie tief die verteidigende Mannschaft bei Ballbesitz des Gegners steht. Eine minimale Tiefe (ein Balken) bedeutet, dass es schwieriger wird, mit langen Bällen hinter die Abwehr zu kommen, im Gegenzug aber mehr Platz rund um den Strafraum entsteht, um gefährliche Distanzschüsse abzufeuern. Beherrscht der Gegner das Timed-Finishing-Feature, sollte ihm nach Möglichkeit eher weniger Platz gelassen werden. Das komplette Gegenteil ist die maximale Tiefe (zehn Balken), bei der zwar der angreifende Spieler deutlich mehr in Bedrängnis gebracht wird, weil die Verteidigungslinie sehr hoch steht, gleichzeitig steigt aber auch die Anfälligkeit für lange Bälle über die Abwehr hinweg. Schnelle Angreifer können so viel einfacher in sich öffnende Lücken starten. Zu empfehlen ist deshalb eine ausgewogene Tiefe in der Verteidigung.